Häufig gestellte Fragen zum Projekt

Die FAQ-Sammlung dient dazu, von Patienten gestellte Fragen zu sammeln und soweit wie möglich zu beantworten. Neue Fragen werden sukzessive hinzugefügt, so dass eine lebendige FAQ-Sammlung entsteht, in der die aktuellen Erkenntnisse eingetragen sind.

Weitere Fragen können Sie jederzeit an info(at)securpharm.de senden.

Frage 1: Welchen Schutz bietet securPharm mir als Patienten?

Zusätzlich zu den vorhandenen Reglungen werden Arzneimittel in der legalen Lieferkette künftig durch weitere Sicherheitsmerkmale vor Fälschungen geschützt. securPharm e. V. als Nationale Medicines Verification Organisation entwickelt ein System, mit dem jede Packung eines verschreibungspflichtigen Humanarzneimittels vor der Abgabe anhand eines technischen Sicherheitsmerkmals auf Echtheit geprüft wird. Nur nach positiver Echtheitsprüfung darf die Packung abgegeben werden. Patienten werden damit künftig noch stärker gegen Fälschungen geschützt als bisher.


Frage 2: Wie sicher ist dieser Schutz?

Schon heute werden die legalen Vertriebswege und damit die Patienten durch zahlreiche Maßnahmen gegen gefälschte Arzneimittel geschützt. Mit den neuen Sicherheitsmerkmalen auf den Packungen werden die Hürden für Fälscher so hoch wie möglich gelegt, so dass  Arzneimittelfälschungen müssen für Kriminelle so aufwändig und die Gefahr der Entdeckung so greifbar werden, dass sie sich nicht lohnen.


Frage 3: Ab wann wird das neue Schutzsystem vorgeschrieben sein?

Verschreibungspflichtige Arzneimittel, die ab 9.2.2019 hergestellt werden, dürfen nur noch nach erfolgreicher Echtheitsprüfung abgegeben werden. Arzneimittel, die vor dem Stichtag hergestellt worden sind, dürfen bis Ende ihres Verfalldatums ohne die Sicherheitsmerkmale und entsprechend ohne Echtheitsprüfung abgegeben werden.


Frage 4: Sind Versandapotheken dazu auch verpflichtet?

Auch alle Versandapotheken werden die Vorgaben der EU-Richtlinie umzusetzen haben. Weder die Richtlinie noch deren Umsetzung können jedoch verhindern, dass sich im Internet eine Vielzahl illegaler Arzneimittelversender aus aller Welt tummeln, die zum Teil gezielt gefälschte Ware vertreiben, Recht und Gesetz umgehen und damit bewusst die Gesundheit von Menschen gefährden. Deshalb gehört zu den Schutzmaßnahmen der EU-Gesetzgebung auch ein Sicherheitslogo für Internetversender. Seit Mitte 2015 müssen alle Versender in der Europäischen Union (EU), die Arzneimittel über das Internet verkaufen, ein EU-Sicherheitslogo in ihrer Landessprache auf jeder ihrer Webseiten verwenden. In Deutschland führt die Verbindung zum Versandregister des Deutschen Instituts für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI). Allerdings sollten Verbraucher wissen, dass nicht nur Arzneimittel, sondern auch Gütesiegel gefälscht werden können. Wer sicher gehen will, dass eine Versandapotheke legal arbeitet, kann bei der im Impressum der Apotheke angegebenen Aufsichtsbehörde anrufen. (Das Impressum ist eine Pflichtangabe – fehlt es, handelt es sich möglichweise um einen unseriösen Anbieter.) Mehr dazu unter www.abda.de/themen/arzneimittelsicherheit/sichere-arzneimittel/


Frage 5: Was kann ich als Patient tun, um sicherzustellen, keine gefälschten Arzneimittel zu bekommen?

Arzneimittel, die über die legale Vertriebskette bezogen werden, sind so sicher wie möglich. Für den Patienten ist der direkte Bezug in einer Apotheke der sicherste Weg. Wer hingegen seine vermeintlichen Arzneimittel aus dubiosen Quellen über das Internet oder auf dem Schwarzmarkt in fernen Ländern bezieht, läuft immer eine große Gefahr, gefälschte oder gestohlene Arzneimittel zu erwerben, deren Wirkung mit hoher Wahrscheinlichkeit gar nicht vorhanden oder eben gesundheitsgefährdend ist. Was die Akteure der Arzneimittelversorgung bereits jetzt tun, um ihre Produkte vor Fälschungen zu schützen, zeigt ein Film des Verbandes der forschenden Arzneimittelhersteller www.vfa.de/de/mediathek/video/_t2/_v139482-der-geschuetzte-weg-eines-medikaments-zum-patienten


Frage 6: Gibt es für den Patienten überhaupt einen 100-prozentigen Schutz vor Fälschungen bei Medikamenten?

Einen 100-prozentigen Schutz kann kein Verbraucherschutzsystem dieser Welt bieten, wenn ausreichend kriminelle Energie vorhanden ist. Was aber erreicht werden kann, ist die langfristige Sicherung der legalen Lieferkette - vom Hersteller über den Großhandel bis zur Apotheke - gegen potentielle Bedrohungen. Aus diesem Grund unternehmen alle Marktteilnehmer große Anstrengungen, den bereits hohen Schutz weiter auszubauen und zu verbessern. securPharm leistet hierbei einen wichtigen Beitrag. Der Patient kann selbst dazu beitragen, indem er keine Arzneimittel aus dubiosen Quellen erwirbt.